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4. Mai 2026 Versicherungstipps
Hunde, die nur wenig haaren, sind ideale Begleiter für Allergiker und Menschen, denen Sauberkeit Zuhause besonders wichtig ist. Nicht haarende Hunderassen verlieren zwar auch etwas Fell, verbreiten aber deutlich weniger Allergene als andere Rassen. Dafür benötigt ihr Fell jedoch oft besondere Pflege. Ist es für Allergiker tatsächlich möglich, einen Hund zu haben? Welche Hunderassen haaren wenig?

Wir zeigen Ihnen, welche Hunde wenig haaren und worauf es bei der Anschaffung einer nicht bzw. kaum haarenden Hunderasse ankommt. Zudem verraten wir Ihnen, warum Hunde unterschiedlich stark haaren, welche Hunderassen aufgrund ihres geringen Haarverlusts besonders für Allergiker geeignet sind und wie Sie das Fell Ihres neuen Familienmitglieds am besten pflegen.

Warum haaren Hunde unterschiedlich viel?

Ob ein Hund viel oder wenig haart, spielt beim Hundekauf oder der Adoption aus dem Tierschutz besonders für Allergiker und Fans sauberer Wohnungen eine wichtige Rolle. Warum Hunde unterschiedlich viel Fell verlieren, kann verschiedene Gründe haben:

  1. Hunderasse: Ob ein Hund wenig haart oder nicht, hat viel mit seiner Rasse zu tun. Hunderassen, die eine dicke Fellschicht haben, verlieren mehr Haare als andere. Während z. B Rassen wie Labrador und Beagle dazu neigen, viel zu haaren, gehören Pudel und Malteser zu den Hunden, die kaum haaren.
  2. Jahreszeit: Im Frühjahr und im Herbst passen sich einige Hunderassen mit einem Fellwechsel an die Temperaturveränderungen an. Naht der Sommer, kommt es zum Haarverlust, da sie die warme Unterwolle des Winters nicht mehr benötigen.
  3. Felltyp: Für den Schutz vor kalter und feuchter Witterung haben nordische Hunderassen wie Huskys und Neufundländer ein zweites Unterfell unter ihrem eigentlichen Fell. Während des Fellwechsels haaren diese Rassen besonders stark, da sie einen Teil des kälteisolierenden Unterfells verlieren.
  4. Alter und Hormonstatus: Ob ein Hund wenig haart oder nicht, hängt auch vom Alter und dem Hormonstatus ab. Ältere Vierbeiner haaren häufig stärker als Jungtiere und kastrierte Tiere mehr als unkastrierte. Hündinnen verlieren vermehrt Fell, wenn sie läufig sind.
  5. Gesundheitszustand und Stress: Gesundheitliche Probleme wie z. B. Hauterkrankungen, Parasiten wie Flöhe bei Hunden, Hormonstörungen und Allergien können ebenso wie Stress dazu führen, dass ein Vierbeiner verstärkt haart.

Gibt es Hunde, die gar nicht haaren?

Hunde, die gar nicht haaren, kommen trotz all der vielfältigen Züchtungen nicht vor. Es gibt allerdings Hunde, die wenig haaren und selbst beim Fellwechsel kaum Fell verlieren. Sie eignen sich daher besonders für Menschen mit Allergien oder einem hohen Sauberkeitsbedürfnis.

Doch auch wenn Sie den Staubsauger häufiger stehen lassen können: Die Tiere benötigen ebenso Aufmerksamkeit, Zeit und Pflege. Da sich das Fell bei Hunderassen, die wenig haaren, weniger stark von selbst erneuert, haben diese Hunde höhere Ansprüche an die Fellpflege als andere Rassen.

Je nach Hunderasse muss das Fell regelmäßig gebürstet, geschert oder getrimmt werden. Die ausgiebige Fellpflege geht aber mit einem Vorteil einher: Pflegen Sie die Haare Ihres Hundes sorgfältig, wird dieser nur wenig haaren. Da lose Haare durch das Kämmen entfernt werden, bevor sie auf Möbel und Kleidung gelangen können, haben Sie deutlich weniger Hundehaare in der Wohnung.

Nicht haarende Hunde: Besonders geeignet für Allergiker

Hunde, die nicht bzw. kaum haaren, eignen sich besonders für Menschen, die allergisch auf Hundehaare bzw. auf die dort anhaftenden Allergene reagieren. Meist sind nicht die Hundehaare selbst das Problem, sondern die Proteine in Hautschuppen, Urin und Speichel des Vierbeiners. Wer eine Hundeallergie hat oder zu Atembeschwerden wie Asthma neigt, für den kann eine kaum haarende Hunderasse das Richtige sein. Diese Rassen verlieren weniger Fell und Hautschuppen, wodurch Allergiker einer deutlich geringeren Menge an Allergenen in der Umgebung ausgesetzt sind.

Auch bei kaum haarenden Hunden ist allerdings mit ein wenig Haarausfall zu rechnen: Es lässt sich leider nicht verhindern, dass das Tier Haare verliert oder Allergene im Urin nach dem Geschäft oder durch den Speichel im Fell kleben bleiben – obwohl Hunde generell reinliche Tiere sind.

Einen Hund, der gar nicht haart und kein allergisches Risiko für sensible Menschen darstellt, gibt es daher nicht. Wer aber trotz Allergie nicht auf einen vierbeinigen Freund verzichten möchte, sollte sich bei der Anschaffung auf eine Hunderasse konzentrieren, die nur wenig haart. Da solche „Allergiker-Hunde“ häufig keinen Fellwechsel durchlaufen, sammeln sich deutlich weniger Allergene auf Möbeln, Kleidung und Oberflächen an als bei Rassen mit stärkerem Haarverlust.

Da kein Tier vollkommen hypoallergen ist, sollten Allergiker immer erst eine gewisse Zeit mit dem potenziellen neuen Familienmitglied verbringen, bevor sie den Hund adoptieren. So können Sie sicher sein, dass niemand aus Ihrer Familie allergisch reagiert. Hygiene in der Wohnung und eine regelmäßige Fellpflege helfen dabei, das Allergierisiko weiter zu reduzieren.

 

Fellpflege für Hunde, die nicht haaren: Darauf kommt es an

 

Hunde ohne Haarausfall benötigen meist eine besondere Fellpflege. Regelmäßiges Bürsten, Kämmen, Scheren und Trimmen hilft dabei, lose Haare und Schuppen zu entfernen, bevor sie sich verbreiten können. Darauf kommt es bei der Fellpflege von Hunderassen, die wenig haaren, an:

Hundehaare richtig kämmen

Beim Kämmen ist es wichtig, dass das Werkzeug zum Felltyp passt: Haben Sie einen Hund mit kurzen Haaren, verwenden Sie am besten eine weiche Gummibürste. Für langhaarige Tiere mit drahtigem und dichtem Fell eignen sich Drahtbürste und Kamm. Beginnen Sie am Kopf und arbeiten sich nach hinten vor. Bürsten Sie das Fell in kleinen Abschnitten und seien Sie an empfindlichen Stellen wie Bauch und Ohren besonders behutsam. Entfernen Sie Verfilzungen in den Haaren Ihres Vierbeiners vorsichtig mit den Fingern oder einer Entfilzungsschere.  

Hundefell scheren

Nicht haarende Hunderassen mit langem Fell sollten regelmäßig geschoren werden. Bei Hunden, die nicht bzw. kaum haaren, wächst das Fell ansonsten ungehindert weiter, ohne sich auf natürliche Weise auszudünnen. Bei Hunden mit einem zweischichtigen Fell aus Deckhaar und Unterwolle, die einen Fellwechsel durchlaufen, ist das Scheren hingegen nicht notwendig.

Haben Sie einen Hund Zuhause, der nicht haart, ist es jedoch wichtig, das Fell in regelmäßigen Abständen zu kürzen. Bürsten Sie es zunächst und scheren Sie dann in Wuchsrichtung, um die Haut nicht zu irritieren. Achten Sie besonders auf empfindliche Stellen. Möchten Sie das Scheren lieber einem Profi überlassen, ist der Hundefriseur die richtige Adresse.

Hundehaare trimmen

Im Gegensatz zum Scheren wird das Hundehaar beim Trimmen nicht gekürzt, sondern mit einem speziellen Messer mitsamt der Wurzel aus der Haut gezogen. Für uns Menschen klingt das unangenehm – ist es für Hunde aber nicht. Nicht haarende Hunderassen mit drahtigem Fell haben eine ganz andere Haarstruktur als wir Menschen und sind wesentlich unempfindlicher. Das Trimmen hält das Fell in Form und verhindert Verfilzungen und Juckreiz.

Nutzen Sie ein Trimmmesser und beginnen Sie auch hier wieder mit einem gebürsteten Fell. Starten Sie vom Kopf aus und arbeiten Sie sich langsam über den Rücken und die Seiten bis zum Schwanz vor. Wie oft Sie das Fell bei Hunderassen, die wenig haaren, trimmen sollten, hängt von der Rasse ab. Können Sie selbst schon durch leichtes Zupfen alte Haarbüschel aus dem Fell entfernen, ist es an der Zeit, Ihren wenig haarenden Hund zu trimmen.

 

Fazit: Welche Hunde haaren wenig?

Es gibt zwar keine Hunde ohne Haarausfall, allerdings verlieren einige Rassen nur relativ wenig Haare. Diese Hunderassen eignen sich besonders für Allergiker und empfindliche Personen sowie Fans von einer sauberen Wohnung. Beliebte Hunde, die nicht bzw. wenig haaren, sind unter anderem Malteser, Havaneser, Wasserhunde, Schnauzer, Terrier, Pudel und ihre Kreuzungen Labradoodle und Goldendoodle. Wichtig zu beachten ist dabei jedoch, dass ein Hund und eine blitzblanke Wohnung nicht einhergehen. Die Vierbeiner verlieren dennoch hier und da ein bisschen Fell und können Dreck an den Pfoten ins Haus tragen. Das ist völlig normal und gehört zu einem glücklichen Hundeleben dazu. Mit einer ordentlichen Fellpflege können sich viele Hunderassen für Personen eignen, die einen Hund suchen, der nicht haart.

Eine gute Versicherung sollte jeder Hund haben – ob mit oder ohne Haarausfall. Eine Hundekrankenversicherung schützt dich vor hohen Tierarztkosten. Wir beraten Sie gern und kommen gern auf uns zu.

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